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aquaristic.net - Aquaristik, Terraristik, Teich

Skalar
Pterophyllum scalare

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Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Überordnung: Stachelflosser (Acanthopterygii)
Ordnung: Barschartige (Perciformes)
Unterordnung: Lippfischartige (Labroidei)
Familie: Buntbarsche (Cichlidae)
Gattung: Skalare (Pterophyllum)

Der Skalar (Pterophyllum scalare) gehört zur Gattung der Skalare, zu der auch der Hohe Segelflosser gehört.

Dieser Buntbarsch zählt zu den beliebtesten Aquarienfischen. Neben der Wildform existieren zahlreiche Zuchtformen, die sich in Farbe (unter anderem Goldskalar, Schwarzer Skalar oder Marmorskalar) oder Form (Schleierskalar) unterscheiden. Bei diesen Zuchtformen, aber auch unter den Nachzuchten der natürlichen Form, treten oft zuchtbedingte Degenerationen wie Zwergwuchs oder Verhaltensstörungen auf.

Vorkommen

Das natürliche Vorkommen des Skalars liegt im mittleren Amazonasbecken in Südamerika. Dort besiedelt er den Amazonas mit seinen Nebenflüssen bis nach Peru und Ecuador.

Aquarienhaltung

Die Nachzuchten haben sich an die Haltungsbedingungen in Aquarien gut angepasst. Somit brauchen bei der Haltung die natürlichen Wasserwerte (siehe Kasten) nicht unbedingt nachgeahmt zu werden. Diese nachgezüchteten Skalare sind in der Ernährung problemlos und nehmen gerne handelsübliches Futter. Es muss darauf geachtet werden, die Tiere nicht zu überfüttern. Tubifexwürmer und Rote Mückenlarven sind nur bedingt geeignet.

Neben einer ausreichenden Beckenlänge muss bei der Haltung des Segelflossers vor allem die Höhe des Aquariums beachtet werden. 50 Zentimeter stellt das absolute Minimum aufgrund der Wuchsform der Fische dar.

Bei der Gestaltung des Beckens ist auf freien Schwimmraum zu achten. Aber auch Rand und Hintergrundbepflanzung mit langblättrigen Pflanzen (Vallisneria, Sagittaria) sollte vorhanden sein. Zwischen diesen Blättern können sich unterlegene Skalare vor ihren Artgenossen verstecken.

Als weitere Verstecke können Wurzeln aus Moorkienholz dienen. Durch die Anordnung der Wurzeln sollten direkt unter der Wasseroberfläche Unterstände entstehen. Ein vertikaler Aufbau der Wurzeln hilft den hoch gebauten Fischen geeigneten Unterschlupf finden.

Zucht

Zur Eiablage schreiten die Tiere problemlos, allerdings ist das Brutpflegeverhalten häufig gestört und die Elterntiere verschlingen den Laich oder die bereits geschlüpften Larven. Ursachen hierfür sind in zuchtbedingten Degenerationserscheinungen, aber auch in ungenügenden Hälterungsbedingungen oder zu beschränkten Möglichkeiten bei der Partnerwahl zu vermuten. Die im Handel erhältlichen Tiere entstammen gewöhnlich künstlicher Aufzucht.

Wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Brutpflege ist ein harmonierendes Paar. Wie bei vielen anderen Buntbarschen auch sollten sich die passenden Partner in einer größeren Gruppe selbst finden. Da brutpflegende Skalare ihr Revier verteidigen, empfiehlt sich die Vergesellschaftung mit weiteren robusten, nicht zu wendigen Fischen, um die aggressiven Abwehrhandlungen, die sich in Ermangelung von Feinden auch gegen den Partner richten können, abzuleiten. Es ist empfehlenswert, bei Nacht eine Lichtquelle auf das Gelege zu richten, so dass die Eltern das Gelege erkennen können. Sonst erlischt der Brutpflegeinstinkt und die Eltern fressen das Gelege.

Äußerlich sind Gechlechtsunterschiede nur sehr schwer zu erkennen. Sicherstes Merkmal ist die Form der kurz vor dem Ablaichen hervortretenden Genitalpapille. Bei männlichen Tieren sieht sie spitz und länglich, bei weiblichen Exemplaren im Vergleich breiter und rundlich aus. Ältere Männchen lassen sich zuweilen anhand des bulligeren Kopfes erkennen.

Als Laichsubstrat dienen Pflanzenblätter. Hier sollten breitblättrige Pflanzen mit harten Blättern zur Verfügung stehen. Geeignete Gattungen sind Echinodorus oder Anubias, diese widerstehen auch den Putzbemühungen der Eltern vor der Eiablage. Oft legen Segelflosser ihre Eier einfach an der Verklebung der Aquarien, der Scheibe, Heizstäben oder Filterrohren ab.

Vergesellschaftung

Weitere Fische können problemlos im gleichen Behälter gehalten werden, insbesondere wenn sie in ihrer Lebensweise bodenorientiert sind. Skalare sind neugierige Fische, die sich auch gegen andere Mitbewohner des Aquariums durchsetzen können. Scheue Fischarten können dadurch unterdrückt werden. Andererseits benötigen Skalare auch Ruhe, wenn eine Fortpflanzung erfolgreich sein soll.

Die Vergesellschaftung mit kleineren Aquarienbewohnern könnte sich evtl. als problematisch herausstellen, da die Fische oftmals kleinen Fischen nachstellen. Dem Nachwuchs anderer Fischarten stellen sie ebenfalls nach. Fischarten, die dazu neigen, sich von den Flossen anderer Fische zu ernähren, wie dies z.B. Sumatrabarben oder Kugelfische tun, eignen sich ebenfalls nicht, da diese die Flossen der Skalare stark beschädigen können.

Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar

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