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Ichthyo (Weißpünktchenkrankheit) |
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| Ichthyo ist ein Parasit, der drei Entwicklungsstadien durchläuft. Das erste Stadium läuft in der Fischhaut ab. Der Parasit ernährt sich von der Haut und den Körperflüssigkeiten des Fisches. Als Hautreaktion auf diesen Parasiten entsteht eine kleine weiße Wucherung über der Stelle, an der der Parasit eingedrungen ist. Diese weiße Wucherung ist das erste sichbare Anzeichen, das weiße Pünktchen. Ist das Entwicklungsstadium in der Haut abgeschlossen, so löst sich der Parasit vom Körper und sinkt zu Boden. Dort umgibt er sich mit einer gallertartigen Haut und beginnt sich zu teilen. Aus einem Parasiten werden durch diese Teilung 250 bis 1000 neue, die dann innerhalb von 48-70 Stunden einen neuen Wirtsfisch gefunden haben müssen, da sie sonst absterben. Dieses Stadium der freischwimmenden Parasiten nennt man Schwärmerstadium und dieses ist das einzige Stadium, welches wirkungsvoll bekämpft werden kann. Diese Schwärmer lassen sich wirkungsvoll durch eine Reihe von Wirkstoffen abtöten. Punktol, Rabomed oder ContraIck enthalten einen dieser Wirkstoffe und haben sich als äußerst wirksame Mittel erwiesen. Bei ersten Anzeichen von Ichthyo-Befall ist es sinnvoll, die Wassertemperatur zu erhöhen, da dies die Entwicklungszeit des Haut-Parasiten verkürzt (unter 20 º bis 21 Tage, über 20 º nur 10-14 Tage). Bis zum Verschwinden sämtlicher weißen Pünktchen sollte die Behandlung fortgesetzt werden, dies kann unter Umständen bis zu 20 Tage dauern. Fische, die einene Ichthyo-Befall überstanden haben, gelten als immun, können aber weiterhin den Parasiten übertragen ohne selbst angegriffen zu werden. Diese "immunen" Tiere können den Parasiten über sehr lange Zeiträume mit sich herumschleppen ohne selbst geschädigt zu werden. Kommen dann neue Tiere hinzu, die durch den Transport- und Umsetzstreß geschwächt sind, so werden diese Tiere sofort befallen. Auch die angeblich immunen Tiere können, wenn sie starkem Streß ausgesetzt werden, wieder befallen werden! Diese Tatsache hat Ichthyo den Ruf eines "Streßparasiten" oder der "Streßkrankheit" eingebracht. Diese Tatsache verdeutlicht aber auch, daß Ichthyo meist schon im Becken vorhanden ist, bevor neue -nicht immune- Fische eingesetzt werden (es sei denn, es werden Fische aus einem bereits befallenen Bestand heraus gekauft!). Wenn also augenscheinlich nicht befallene Tiere gekauft wurden, so macht es auch keinen Sinn den Händler zur Verantwortung zu ziehen. Genauso wenig Sinn macht es für den Händler, seine Bezugsquelle zur Verantwortung zu ziehen oder dem Kunden anzulasten, daß er den Tieren zu großen Streß bereitet hat. Ichthyo ist eine der häufigsten Fischkrankheiten und wie bereits beschrieben kann sich der Parasit sehr lange in immunisierten Tieren aufhalten ohne einene Befall auszulösen. Was ist also zu tun? Kaufen Sie nur augenscheinlich gesunde Tiere. Verantwortungsbewußte Zierfischhändler werden Sie von selbst darauf hinweisen, daß ein Bestand befallen ist und die Tiere nicht verkauft werden. Verhindern Sie Streß für Ihre Fische so gut es eben geht. Geben Sie bei jedem Neuerwerb vorbeugend Punktol, Rabomed oder ContraIck mit ins Becken. Machen Sie bitte regelmäßig einen "Parasitencheck" in Ihrem Becken. Beim ersten Anzeichen von weißen Pünktchen die Temperatur erhöhen und mit Punktol oder ContraIck bis zum völligen Abklingen der weißen Punkte behandeln. Vorsichtshalber nach 14 Tagen die Behandlung nochmals für 3-4 Tage durchführen. Vermeiden Sie zu hohen Fischbesatz und Temperaturschwankungen. Auch ungünstige Wasserwerte sind als Streßfaktor zu betrachten! Wird Ichthyo über einen Zeitraum von mehr als 10-14 Tagen ignoriert bzw. "übersehen", so ist es meist schon zu spät, da die Tiere einen erneuten -zusätzlichen- Befall durch die Schwärmer meist nicht überstehen. Spätestens drei Wochen nach dem ersten Befall sind die Fische in der Regel tot! |
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